Posthum
Nach dem Tode meines Mannes wurde mir bei der Durchsicht seines Nachlasses und der Kondolenzschreiben sowie bei zahlreichen Gesprächen bewußt:
Günter Bergmanns kulturelles Erbe muss der Nachwelt erhalten bleiben!
Während seine mathematischen Publikationen in entsprechenden Institutionen archiviert und vom Inhalt her ohnehin nur einem sehr begrenzten Kreis von Universitätswissenschaftlern zugänglich sind, verlangen der Erhalt und die Präsentation seiner klangschönen Musik dagegen Eigeninitiative:
Eine Herausforderung, die mir zur Lebensaufgabe erwuchs:
Es ging zunächst um die Sicherung und Archivierung von Daten und Fakten, dann um die Verbreitung seines kompositorischen Werkes.
Die Noten wurden neu aufgelegt.
Ein auf 24 Seiten angewachsener Komponisten-Prospekt wurde erarbeitet, laufend aktualisiert, ins Englische übertragen und Interessenten zugeleitet. Inzwischen ist er durch diese Homepage ersetzt.
Das Europäische Zentrum der Künste Hellerau hat nach Prüfung eines entsprechenden Antrags das Musikalische Werk von Günter Bergmann (sämtliche Noten und CDs) in das Deutsche Komponistenarchiv aufgenommen. Auch dem Westfälischen Musikarchiv in Hagen wurden alle Materialien als Schenkung übergeben und dankbar entgegengenommen.
In Kalifornien empfehlen die Musiklehrerverbände MTNA (Music Teachers' National Association) und MTAC (Music Teachers' Association of California) Günter Bergmann für die allgemeine Klavierausbildung und das pianistische Berufsstudium.Die Bibliographische Redaktion am Staatlichen Institut für Musikforschung, Preussischer Kulturbesitz in Berlin erstellt die Bibliographie des Musikschrifttums, die als Datenbank im World Wide Web zur Verfügung steht. Sie ist die deutsche Redaktion für das Répertoire International de Littérature Musicale. Von beiden bibliographischen Nachweisinstrumenten wurde eine Zusammenfassung meiner Biografie "Günter Bergmann - Künstler, Wissenschaftler und Mensch" erbeten, dem gern entsprochen wurde.
An Goethe-Institute in allen fünf Kontinenten wurden CD-Schuber und schriftliches Informationsmaterial versandt, ebenso an zahlreiche Hochschulen für Musik.
In der Neuauflage der Publikation "Internationales chronologisches Lexikon, Klaviermusik" von Prof. Peter Hollfelder erscheinen jetzt auch Günter Bergmanns Klavierwerke.
Auf den Hinweis zum 90. Geburtstag des Komponisten würdigte der Rundfunk (WDR III) in einer Gedenksendung am 28. 07. 2000 das musikalische Opus von Günter Bergmann mit Ausschnitten aus seinen Werken und Erläuterungen eines Musikwissenschaftlers.
Durch die Gründung der Günter-Bergmann-Gesellschaft im Jahre 2003 erhalten die Bekanntheit und Wertschätzung seines musikalischen Werkes weitere gewichtige Impulse.
Zu Günter Bergmanns Klavierzyklus "Stationen, Musikalisches Tagebuch 1936-39" gestaltete der Künstler Arnold Stelzig aus Münster-Nienberge im Jahre 2008 Videoimpressionen.
Der Orgelzyklus "Harmonice Mundi Iovis" liegt jetzt auch in Fassungen für Gemischte Ensembles (c)2008 und für Sinfonieorchester (c)2009 vor. Die Idee und ihre Realisierung stammen von dem in Norwegen lebenden Kantor, Organisten und Günter-Bergmann-Interpreten Martin H. C. Spindler, M.A.
Auf einen Hinweis zu Günters Bergmanns sphärischer Musik brachte der WDR III zum "Jahr der Astronomie" (2009) in der Radiosendung "Musik aus dem Fernrohr" am 6. Juni Ausschnitte aus Günter Bergmanns Orgelzyklus "Harmonice Mundi Iovis - Die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto auf ihrer Bahn".
Der Hagener Künstler Herbert Grawe gestaltete 2010 zu dem Orgelzyklus "Harmonice Mundi Iovis" ein Triptychon (200 cm x 100 cm) mit einer komplexen und präzisen astronomischen Aussage entsprechend dem musikalischen Vorbild. Wie der Komponist verbindet auch der Mathematiker, Musiker und Maler Herbert Grawe wissenschaftliche Exaktheit mit ästhetischer Ausführung.
Aus den Klavierkompositionen "Stationen - Musikalisches Tagebuch 1936-39", "Die Brücke" und "8 Studien für Klavier" von Günter Bergmann bearbeitete Prof. Dr. Joachim Dorfmüller einzelne Sätze für die Orgel. Die Uraufführung der Transkription "Orgelsuite in fünf Sätzen nach Klavierstücken von Günter Bergmann" fand im Januar 2012 in der Dominikanerkirche in Münster statt und wurde von ihrem Autor Joachim Dorfmüller interpretiert.
Seit Günter Bergmanns Tod erklangen seine Werke auch in Norwegen, Dänemark, Irland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Österreich, Griechenland, Lettland, Litauen, den USA, zehn Mal in China und noch viel häufiger im fernen Japan. Dort wurden Konzerte ausschließlich Günter Bergmanns Werken gewidmet.
Zur Verbreitung von Günter Bergmanns klangschöner Musik nehme ich ständig Verbindung auf zu potentiellen Interpreten, Hochschulprofessoren, Kulturredaktionen und relevanten Institutionen.
Sämtliche Ereignisse seit Günter Bergmanns Tod werden in einem posthumen Protokoll dokumentiert.
Hildegard Bergmann
Internationale Begegnung:
Deutsch: Der Komponist Günter Bergmann
Japanisch: Die Pianistin Noriko Kitano
Norwegisch: Die Torte mit den drei Landesfahnen im Hause des norwegischen
Kulturdezernenten Dr. Arne Stakkeland.

Noriko Kitano, Trägerin des Günter-Bergmann-Preises
(s. Günter-Bergmann-Gesellschaft)